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Naturschutz und Landschaftspflege (FB 51)

Alles im grünen Bereich, heißt es im Fachbereich Naturschutz und Landschaftspflege. Schließlich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter häufig im Außendienst, also in der freien Natur, unterwegs. Sie prüfen zum Beispiel Bauprojekte im Hinblick darauf, ob geschützte Biber, Hamster oder auch die Schachbrettblume gefährdet würden. Denn sie alle stehen unter Artenschutz.

Gefordert sind die Experten der Unteren Naturschutzbehörde auch bei fachlichen Stellungnahmen, zum Beispiel bei Baugenehmigungs- und Flurbereinigungsverfahren. Und wenn eine Gemeinde ein Bau- oder Gewerbegebiet ausweisen möchte, sind die Belange des Naturschutzes ebenfalls zu prüfen.

Roland Möschle leitet diesen Fachbereich.

                                                        

Ansprechpartner & Information

Im Bürgerservice A bis Z finden Sie die wichtigsten Dienstleistungen der Naturschutzbehörde mitsamt zugehöriger Ansprechpartner.

Sie benötigen nur schnell ein Formular aus diesem Bereich? Unter Formulare - Naturschutz ist bestimmt das passende zum Herunterladen dabei.

 

Aktuelle Themem & Projekte

Öffentliche Auslegung der geplanten Verordnung zur Änderung des Landschaftsschutzgebietes "Täler der Tauber, Gollach, Steinach und umgebende Wälder" bis 21.1.2019

Vollzug des Bayerischen Naturschutzgesetzes (BayNatSchG) und des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG); Änderung des Landschaftsschutzgebietes “Täler der Tauber, Gollach, Steinach und umgebene Wälder“ in der Gemarkung Röttingen:

Die Stadt Röttingen hat mit Schreiben vom 13.04.2018 beantragt, die Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet “Täler der Tauber, Gollach, Steinach und umgebene Wälder“ vom 06.04.1990 zu ändern:

Landschaftsschutzgebiet "Täler der Tauber, Gollach, Steinach und umgebende Wälder"

Hintergrund ist eine von der Stadt Röttingen in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie. Der Antrag der Stadt Röttingen wird vor allem damit begründet, dass siedlungsbezogene Entwicklungen durch das zum Teil bis an die Bebauung von Röttingen unmittelbar heranreichende Landschaftsschutzgebiet eingeschränkt sind. Die Stadt Röttingen führt weiter aus, dass langfristige Perspektiven zur Deckung des örtlichen Bedarfs an Siedlungsflächen fehlen würden. Außerdem seien keine städtischen unbebauten Wohnbauflächen oder Baulücken mehr verfügbar. Der Antrag erfolgt ergänzend zu Initiativen mit dem Ziel der Innenentwicklung.

Im Zuge dieser Änderung sollen nach Auffassung der Stadt Röttingen neue, sinnvolle und schlüssige Abrundungen geschaffen werden und zwar dergestalt, dass an verschiedenen Punkten schutzwürdige Kleinflächen neu aufgenommen werden und im Gegenzug fachlich nicht mehr schutzwürdige Bereiche herausgenommen werden.

Erweiterung des Landschaftsschutzgebietes um rund 5,5 Hektar möglich

Nach dem Antrag der Stadt Röttingen soll das bestehende Landschaftsschutzgebiet an 6 Stellen flächenmäßig verringert werden, gleichzeitig kommen an 7 verschiedenen Stellen neue Flächen hinzu. Die Flächen, die gemäß dem Antrag herausgenommen werden sollen, haben einen Umfang von ca. 3,92 ha (davon für eine zukünftige Bauleitplanung ca. 2,05 ha), als Kompensation sollen ca. 9,45 ha Fläche neu unter Schutz gestellt werden. In der Summe könnte das Landschaftsschutzgebiet im Stadtgebiet Röttingen um ca. 5,53 ha erweitert werden.

Der Kreistag hat am 22.10.2018 beschlossen, die Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Täler der Tauber, Gollach, Steinach und umgebende Wälder“ hinsichtlich der Schutzgebietsgrenzen in der Gemarkung Röttingen antragsgemäß zu ändern. Das Landratsamt Würzburg leitet hiermit das erforderliche naturschutzrechtliche Änderungsverfahren nach §  26 BNatSchG i. V. m. Art. 52 Abs. 2 und 5 BayNatSchG ein.

Entwurf der Änderungsverordnung liegt zur Einsichtnahme aus

Der Entwurf der Änderungsverordnung und der Übersichtsplan im Maßstab 1: 10.000 und der

Ausschnitt Änderungsbereich „Kapellenberg“ 1: 5.000 liegen in der Zeit

vom 21. Dezember 2018 bis einschließlich 21. Januar 2019

während der festgesetzten Dienststunden

  • in der Außenstelle des Landratsamt Würzburg, Zimmer 2.06, Friesstraße 5, 97074 Würzburg und
  • bei der Verwaltungsgemeinschaft Röttingen, Bauamt, Zimmer 8, Marktplatz1, 97285 Röttingen,

zur öffentlichen Einsichtnahme aus.

Während der Auslegungsfrist können Bedenken und Anregungen vorgebracht werden.

Würzburg, den 11.12.2018

Eberhard Nuß, Landrat

Öffentliche Auslegung des Managementplans für das FFH-Gebiet "Trockenstandorte um Leinach" bis 11.1.2019

Unter der Bezeichnung "Natura 2000" ist ein europäisches Biotopverbundnetz aus Fauna-Flora-Habitat (FFH-) und Vogelschutzgebieten (SPA) eingerichtet.

Das FFH-Gebiet "Trockenstandorte um Leinach" ist Teil dieses Netzes.

Hierfür liegt ein Managementplan in der Entwurfsfassung vor, der bis 11. Januar 2019

  • in den Gemeinden Leinach und Erlabrunn sowie
  • am Landratsamt Würzburg, Außenstelle Friesstraße 5, Zimmer Nr. 2.06, während der allgemeinen Öffnungszeiten

einzusehen ist.

            

Streuobstwiesen im Landkreis

Streuobstbestände sind ein prägendes Element der mainfränkischen Kulturlandschaft. Sie sind teils Wiese, teils Wald und gehören damit zu den artenreichsten Lebensgemeinschaften Europas. Bis zu 5.000 Tierarten finden dort ein Zuhause.

Für ihren Erhalt sind Streuobstbestände auf die dauerhafte, traditionelle und naturschonende Pflege durch den Menschen angewiesen. Bei dieser Bewirtschaftung entsteht eine ungeheure Vielfalt an Produkten - von einer Fülle an Obstsorten über Honig und Marmeladen bis hin zu Säften und Spirituosen. Vertrieb und Kauf dieser regionalen Produkte sind damit eine wesentliche Grundlage für die Erhaltung der wertvollen, landschaftsprägenden Bestände.

Um diese Vielfalt vorzustellen und den Erhalt zu unterstützen, veranstalten Landkreis und Stadt Würzburg gemeinsam mit weiteren Partnern einen Streuobsttag mit Apfelbörse, der erste fand im September 2016 statt.

Dabei präsentieren die Akteure Äpfel und Produkte aus heimischen Streuobstwiesen, Beratung durch den Pflanzendoktor, Sortenbestimmung durch Pomologen (Apfelkundler), Apfelverkostung sowie die Möglichkeit zum Süßmost pressen und probieren.

Aktuelle Termine geben wir rechtzeitig im Veranstaltungskalender an.

 

Biberschutz im Landkreis

Der Biber breitet sich im Landkreis Würzburg aus und besiedelt inzwischen viele Bäche und auch die Ufer des Mains. Diese Entwicklung ist sehr erfreulich, da er mit seinen Aktivitäten zur Verbesserung der ökologischen Funktion der Fließgewässer und zur Artenvielfalt beiträgt.

Die Aktivitäten des Bibers verursachen durch Aufstauungen der Gewässer oder Befraß von Nutzpflanzen aber auch Probleme auf den angrenzenden Grundstücken.

Für alle Konflikte, die mit der Rückkehr des Bibers in die Kulturlandschaft zusammenhängen, gibt es bewährte Lösungen. Insbesondere stellt der Freistaat Bayern Mittel zur Verfügung, um Verluste und Schäden auszugleichen.

Kontakt zum Biberbeauftragten:

Die Untere Naturschutzbehörde ist für die Erfassung und Vorbereitung des Ausgleichs der Biberschäden zuständig. Der Biberbeauftragte ist Dr. Ulrich Gauer.

Zunächst ist es wichtig, dass ein Schaden binnen einer Woche nach Feststellung telefonisch oder schriftlich mit Angaben zum Ort (Gemarkung, Flurnummer) sowie zum Umfang des Schadens (Kultur, Fläche) vom Geschädigten gemeldet wird.

 

MainMuschelkalk

Die Naturschutzbehörde koordiniert das Projekt LIFE+MainMuschelkalk im Landkreis Würzburg.

LIFE+ ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur finanziellen Unterstützung von Umwelt- und Naturschutzprojekten in so genannten Flora-Fauna-Habitat-Gebieten (FFH-Gebiete, Schutzgebietsnetz „Natura 2000“ in der europäischen Union). Die EU übernimmt dabei etwa die Hälfte aller anfallenden Kosten bei einem Gesamtbudget von über 2,5 Millionen Euro.

Ziel des Projekts ist die Sicherung der FFH-Gebiete auf Muschelkalk entlang von Main, Saale und Wern auf 4.670 ha als Verbundachse zwischen Mittelmeer und den südosteuropäischen Steppen. Als Projektpartner haben sich die Landkreise Main-Spessart, Bad Kissingen und Würzburg, die Stadt Würzburg sowie das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz zusammengeschlossen.

Der Bayerische Naturschutzfonds finanziert das Projekt mit. Im Landkreis Würzburg wurden Maßnahmen in den Gemeinden Leinach, Thüngersheim, Güntersleben, Veitshöchheim, Winterhausen, Sommerhausen und Ochsenfurt durchgeführt. 

Weitere Informationen finden Sie unter MainMuschelkalk.de.

 

Naturschutzwächter

Elf ehrenamtliche Naturschutzwächter im Landkreis (davon seit Mai 2014 eine Frau) sorgen mit Leib und Seele dafür, dass weiterhin alles im grünen Bereich bleibt-

Aufgabe der Naturschutzwacht ist in erster Linie das vorbeugende Tätigwerden, wie das Aufklären der Bevölkerung über naturschutzfachliche Zusammenhänge, Förderung der Bewusstseinsbildung für Naturschutz und Landschaftspflege sowie die Funktion als Ansprechpartner der Bevölkerung, der Verbände und der Fachbehörden.

Aber auch die Kontrolle der Einhaltung von naturschutzrechtlichen Verboten und Auflagen gehört zu den Aufgaben der Naturschutzwächter. Damit unterstützen, entlasten und ergänzen die Naturschutzwächter die Arbeit des amtlichen Naturschutzes.

 

Das Aufgabenspektrum der Unteren Naturschutzbehörde

  • Naturschutzrecht
  • Hauptamtliche Fachkräfte für Naturschutz
  • Landschaftspflege
  • Naturschutzwacht, Naturschutzbeirat
  • Gartenkultur- und Landespflegefachberatung
  • Betreuung der Außenanlagen der landkreiseigenen Liegenschaften in Ochsenfurt
  • An- und Verkauf von Grundstücken zum Zweck des Naturschutzes einschließlich der notariellen und grundbuchrechtlichen Abwicklung
  • Bewirtschaftung und Unterhaltung der für Zwecke des Naturschutzes beschafften Grundstücke einschließlich Erhaltung der Verkehrssicherheit
  • Geoinformationssystem

 

 

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