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ESF-Programm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit

Das ESF-Programm unterstützt arbeitsmarktferne, langzeitarbeitslose Leistungsbezieher. Ziel ist es, die Kunden des Jobcenters nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht die gezielte Ansprache und Beratung von Arbeitgebern durch das Jobcenter. Aber auch das Coaching von eingestellten Arbeitnehmern und der Ausgleich von Minderleistung durch Lohnkostenzuschüsse gehören zum Maßnahmenkatalog.

Die Entscheidung für die Teilnahme am Programm und die Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses sind freiwillig.



Geförderter Personenkreis

Für die Förderung durch das Programm zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit kommen Personen in Betracht, die

  • seit mindestens zwei Jahrenohne Unterbrechung arbeitslos sind,
  • mindestens 35 Jahre alt sind,
  • über keinen oder keinen verwertbaren Berufsabschluss verfügen und
  • voraussichtlich nicht auf andere Weise in den allgemeinen Arbeitsmarkt eingegliedert werden können.

Für eine Intensivförderung kommen Personen in Betracht, die

  • in den letzten fünf Jahre arbeitslos waren und
  • mindestens ein weiteres in ihrer Person liegendes Vermittlungshemmnis (z. B. gesundheitliche Einschränkungen, keinen Schulabschluss, über 50 Jahre, mangelnde deutsche Sprachkenntnisse) aufweisen.

 

Inhalt des Programms

Das Programm ruht auf verschiedenen Säulen:

Einbindung eines Betriebsakquisiteurs

Die Arbeitgeberansprache und -betreuung erfolgt durch einen Betriebsakquisiteur des Jobcenters. Er betreibt gezielte Stellenakquise für Personen der Zielgruppe und berät Arbeitgeber über bestehende Fördermöglichkeiten. Der Betriebsakquisiteur ist das Bindeglied zwischen Arbeitgebern, dem Jobcenter und dem Coach des Arbeitnehmers.


Coaching des Arbeitnehmers

Die Coaches unterstützen die Teilnehmer mit dem Ziel,

  • deren Leistungsvermögen zu steigern,
  • das Beschäftigungsverhältnis zu stabilisieren und
  • sie dauerhaft in den allgemeinen Arbeitsmarkt einzugliedern.

Der Coach arbeitet außerdem eng mit dem jeweiligen Arbeitgeber zusammen, denn dessen betriebliche und soziale Anforderungen sind ebenfalls Bestandteil des Coachings. Die Intensität des Coachings wird an die individuellen Bedarfe angepasst.


Qualifizierung des Arbeitnehmers

Nach der Beschäftigungsaufnahme können bei Bedarf tätigkeitsbezogene berufliche Qualifizierungen (z.B. Staplerschein) und Qualifizierungen zur Verbesserung von zentralen Grundkompetenzen (Lese- und alltagsmathematische Kompetenz, computergestützte Problemlösung) gefördert werden.


Lohnkostenzuschuss an den Arbeitgeber

Die Minderleistung des Arbeitnehmers wird durch degressiv ausgestaltete Lohnkostenzuschüsse an den Arbeitgeber ausgeglichen (Voraussetzung: versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis von mindestens 24 Monaten)

  • 75 Prozent Zuschuss während der sechsmonatigen Einstiegsphase
  • 50 Prozent während der neunmonatigen Stabilisierungsphase
  • 25 Prozent während der dreimonatigen Leistungsphase

An die Leistungsphase schließt sich eine sechsmonatige Nachbeschäftigungspflicht an (ohne Lohnkostenzuschuss). Für besonders arbeitsmarktferne Langzeitarbeitslose besteht die Möglichkeit einer höheren und längeren Intensivförderung.

 

Das Programm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit wird gefördert durch:

 

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