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Biodiversitätsberatung

Kein Ei gleicht dem anderen - das gilt für alles, was lebt, wächst und gedeiht.

Biodiversität bedeutet Vielfalt im Dreiklang - die Vielfalt aller Lebewesen, ihr genetischer Arten- und Sortenreichtum sowie auch die Vielfalt der Ökosysteme, in denen sie zu Hause sind.

Wie diese Vielfalt im Landkreis Würzburg erhalten und gefördert werden kann, dazu berät unsere Biodiversitätsberaterin Jasmin Fidyka. Die Biologin steht allen Landwirt*innen und Kommunen, aber auch anderen Flächeneigentümer*innen und Verbänden als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

  

Das Aufgabenspektrum der Biodiversitätsberatung in Bayern

  • Betreuung der Kernflächen und Schwerpunkgebiete des Naturschutzes
  • Aufbau und Umsetzung des Biotopverbunds und der Vernetzungskorridore an Gewässer, Verkehrswege und Wälder
  • Beratungstätigkeit sowie Vermittlung von Fachinformationen zum Naturschutz und naturverträglichen Handlungsweisen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Beratungstätigkeit

Angebote der Biodiversitätsberatung

Frau Fidyka ist Ansprechpartnerin für Landwirt*innen, Kommunen und andere Flächeneigentümer*innen. Sie berät

  • zu den Förderinstrumenten des Naturschutzes - zum Beispiel Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) und Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien (LNPR)
  • rund um das Thema biologische Vielfalt (Rote-Liste-Arten, Lebensräume, Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt)
  • zur Aufwertung und Herstellung von Flächen für den Naturschutz und den Biotopverbund
  • bei der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen, plant und begleitet sie
  • bei Naturschutzprojekten, hält Fachvorträge und Seminare.

Ackerwildkrautschutz - Helfen Sie mit!

Der Lebensraum Agrarlandschaft ist mehr denn je einem rapiden Artenschwund an Tier- und Pflanzenarten ausgesetzt. Dies betrifft einst weit verbreitete Vogelarten wie die Wachtel oder das Rebhuhn, Kleinsäuger, aber auch die sogenannte „Ackerbegleitflora“ - auch Ackerwildkräuter genannt. Bereits ein Drittel der in Bayern vorkommenden Ackerwildkräuter gelten als gefährdet, einige sind bereits ausgestorben.

Was sind Ackerwildkräuter?

Ackerwildkräuter sind natürliche, größtenteils konkurrenzschwache Begleiter der Kulturpflanzen, die sich eng an eine ackerbauliche Bewirtschaftung angepasst haben. Bereits vor 7.000 Jahren kamen sie als Begleiter der Kulturarten aus dem Orient nach Mitteleuropa. Sie erfüllen wichtige Funktionen in der Leistungsfähigkeit des Ökosystems Acker, indem sie beispielsweise für Feldvögel und Insekten eine Nahrungsquelle darstellen sowie die Mineralisierung des Bodens fördern. Nicht zuletzt sind sie auch optisch ein Hingucker: Durch ihre farbenprächtigen Blüten, zum Beispiel von Kornblume oder Klatschmohn, bereichern sie unsere Kulturlandschaft.

Helfen Sie mit!

Besonders gut gedeihen Ackerwildkräuter auf wärmebegünstigten, trockenen oder feuchten Grenzertragsstandorten mit einer Acker-/Grünlandzahl von unter 35. Geeignete Standorte liegen zum Beispiel im Raum Böttigheim und Güntersleben sowie um Leinach, vor allem am Übergang der Täler zu den Hochflächen. Ideal zur Förderung der Ackerwildkräuter ist eine extensive Ackerbewirtschaftung oder eine Brachlegung der Ackerflächen.

Haben Sie Lust unkonventionelle Wege zu gehen, Ihre Äcker mit bunten Farbtupfern aufleuchten zu lassen und einen wichtigen Beitrag zum Arten- und Lebensraumschutz zu leisten?

Förderung

Der Freistaat Bayern hat den Weg eingeschlagen, ökologisch wertvolle Lebensräume sowie gefährdete und geschützte Arten durch freiwillige Maßnahmen der Landwirtschaft zu sichern und zu entwickeln. Hier steht das bayerische Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) an erster Stelle. Der zusätzliche Aufwand und der entgangene Ertrag werden im Rahmen von VNP vergütet.